August 2026: Sieben Gedanken zwischen Pause und Neuanfang

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Dieser Monatsrückblick ist angelehnt an das Format „7 Gedanken“ von Linda Kunze.

Der August war für mich ein Monat zwischen Pausen und Neuanfang. Ich habe mir Zeit für mich genommen, alte Hobbys wieder aufgenommen und langsam wieder mit dem Bloggen angefangen. Dazwischen sind mir ein paar Fragen begegnet, die mich noch immer beschäftigen.

Eine Beobachtung: Was ein Storch mit unserer Umwelt zu tun hat

Natürlich haben mich Störche auch im August beschäftigt. Nicht nur die, die ich selbst beobachten konnte, sondern auch die, die ich online über Webcams verfolgt habe.

Dabei bin ich immer wieder bei einem Thema gelandet, das mich ziemlich wütend macht: Gummiringe.

Sie liegen dort, wo sie nicht hingehören, und können von Störchen und anderen Wildtieren gefressen werden. Gerade wenn man die Tiere regelmäßig beobachtet, bekommt man noch einmal einen anderen Blick darauf, was achtlos weggeworfener Müll eigentlich anrichten kann.

Und die Gummiringe sind da nur ein Beispiel.

Diesen Sommer ist mir noch einmal sehr deutlich geworden, dass wir ein großes Problem mit unserer Umwelt haben. Vom achtlos weggeworfenen Müll im Wald bis hin zu (Plastik-)Müll, der an die Strände gespült wird.

Vielleicht nehmen wir vieles davon im Alltag gar nicht mehr richtig wahr. Ich merke aber, dass ich es inzwischen nicht mehr so einfach ausblenden kann.

Eine Erkenntnis aus Arbeit und Blog: Mein Blog darf mehr sein

Die größte Erkenntnis in diesem August für mich ist wohl, dass ich mich mit meinem Blog nicht mehr auf eine Nische beschränken möchte.

Da ist einfach so viel mehr über das ich schreiben möchte.

Ich möchte über Natur schreiben, über ein bewussteres und entschleunigtes Leben, über Geschichte und alte Geschichten. Und vielleicht kommt noch das eine oder andere dazu.

Lange habe ich mich gefragt, ob ein Thema wirklich in eine bestimmte Nische passt. Inzwischen möchte ich mir diese Frage nicht mehr ständig stellen.

Ich möchte wieder bloggen. Aber langsam. Und vielleicht auch noch nicht regelmäßig. Und ich möchte auch nicht für jedes Themenfeld eine neue Website erstellen.

Mal sehen, wohin sich das alles entwickelt.

Etwas Persönliches: Ist Entschleunigung nur ein Trend?

Ich habe mich diesen Monat oft gefragt, ob Slow Living – oder entschleunigter leben, wie ich es nenne – nicht einfach ein weiterer Trend ist.

Es gibt inzwischen so viele Trends, die uns versprechen, wie wir besser, gesünder oder bewusster leben können. Da liegt die Frage also nahe, ob auch die Entschleunigung irgendwann einfach wieder verschwindet und durch den nächsten Trend ersetzt wird.

Mein Ergebnis für mich ist inzwischen eine Mischung aus beidem.

Ja, natürlich ist entschleunigtes Leben (Slow Living) auch irgendwie ein Trend geworden. Man sieht es ja an den zahlreichen Büchern, Blogbeiträgen und in den sozialen Medien.

Aber gleichzeitig glaube ich immer mehr, dass wir es in unserer schnell gewordenen Welt tatsächlich brauchen.

Ich habe mir in diesem Monat mehr Pausen erlaubt. Und dabei habe ich mich immer wieder gefragt: Warum soll ich mich eigentlich dafür rechtfertigen, dass ich eine Pause mache?

Umso wichtiger finde ich den Aufruf von Christina Reinisch zu ihrer Blogparade: „Wann ist Pause für dich erlaubt?“

Ein Satz, der geblieben ist

Ein Satz hat mich im August begleitet:

„Wer warst du, bevor die Welt dir gesagt hat, wer du sein sollst?“

Dieser Satz sagt eigentlich schon alles und ich weiß nicht, ob man dazu noch viel sagen muss.

Vielleicht ist gerade die Frage das Interessante daran.

Wie viel von dem, was wir tun, wollen wir tatsächlich selbst? Und wie viel davon haben wir irgendwann übernommen, weil es von uns erwartet wurde?

Ich denke jedenfalls schon einen Monat darüber nach.

Etwas, das sich verändert hat: Ich nehme alte Hobbys wieder auf

Im August habe ich angefangen, einige Dinge wieder aufzunehmen, die einmal ganz selbstverständlich zu meinem Leben gehört haben.

Ich habe wieder gestrickt, gestickt und geknüpft. Und ich habe auch wieder angefangen zu bloggen.

Allerdings möchte ich dabei nicht einfach dort weitermachen, wo ich aufgehört habe.

Ich möchte anfangs nicht mehr jede Woche unbedingt einen Blogartikel veröffentlichen. Ich möchte auch nicht mehr das Gefühl haben, dass jeder Artikel perfekt sein muss.

Diesen Druck möchte ich erstmal loslassen.

Neuanfang bedeutet ja nicht, dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat, sondern einen eigenen Weg zu finden, der vielleicht mit dem alten gar nichts mehr zu tun hat.

Manches darf zurückkommen. Anderes darf bleiben, wo es ist. Und wieder anderes darf ganz neu entstehen.

Eine Überraschung: Endlich wieder Regen

Hier hat es Mitte August nach Monaten endlich wieder geregnet. Allein das war schon etwas, worüber ich mich richtig gefreut habe.

Dazu kamen viele kleine Naturmomente, die vielleicht unspektakulär wirken, mir aber im Gedächtnis geblieben sind: die partielle Sonnenfinsternis und die Glühwürmchen, die nachts wieder in unserem Garten zu sehen waren.

Es sind nicht unbedingt die großen Ereignisse, an die ich mich zurückerinnere.

Vielleicht sind es genau diese kleinen Dinge, die einen Sommer ausmachen, wenn man wieder bewusster lebt.

Fragen, die mich in den nächsten Monat begleiten

Eine Frage aus dem August nehme ich mit in den September:

Von wem brauche ich eigentlich eine Erlaubnis, wenn ich eine Pause mache?

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum es mir überhaupt so schwerfällt, einfach eine Pause zu machen, ohne mich ständig dafür zu rechtfertigen.

Wer hat eigentlich festgelegt, dass ich immer funktionieren, produktiv sein und etwas leisten muss?

Und wenn wir schon dabei sind, habe ich noch eine andere Frage im Kopf. Sie spukt seit dem letzten längeren Stromausfall diesen Monat durch meinen Kopf:

Was passiert eigentlich mit Blogs und Online-Businesses, wenn wir uns alle wieder dazu entscheiden, mehr offline zu leben?

Aber das ist eine Frage für einen anderen Tag oder Monat.

Was ich im August gebloggt habe

Ausblick auf den September 2026

  • Newsletter: Auch beim Newsletter heißt es für mich: Neustart.
  • Umfrage: Ich starte eine Umfrage für einen neuen Blogartikel zum Thema „Welches Wissen früherer Generationen fehlt uns heute?“. Wenn du daran teilnehmen möchtest, findest du die Umfrage hier.

Für den Moment nehme ich lieber die warmen Sonnentage aus dem August mit in den September.

Und ein bisschen mehr Zeit für mich.

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Von Tina Baier

ÜBER TINA BAIER: Geschichten finden sich überall: in alten Aufzeichnungen, in der Natur und in den kleinen Momenten des Alltags. Auf diesem Blog geht es um Familiengeschichten, achtsames Leben und die vielen Spuren, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Mehr über mich erfährst du hier.

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