September 2026: Langsamer werden, Neues wagen

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Dieser September hat sich für mich ein bisschen nach Aufbruch angefühlt. Nicht nach einem großen Neuanfang, sondern eher nach vielen kleinen Bewegungen in unterschiedliche Richtungen. Manche Dinge sind endlich fertig geworden, andere sind noch mitten im Entstehen. Und irgendwie hatte ich in diesem Monat öfter das Gefühl, dass gerade einiges gleichzeitig passiert.

Endlich fertig:

Manche Dinge liegen erstaunlich lange auf der eigenen To-do-Liste.

So ging es mir mit meinen beiden Projekten. Angefangen habe ich beide bereits im April beziehungsweise Mai, während des Kurses „Double your List“ von Judith Peters. Damals hatte ich viele Ideen und habe die beiden Projekte auch tatsächlich begonnen. Veröffentlicht habe ich sie trotzdem nicht.

Dann kam das Leben dazwischen. Vor allem gesundheitliche Themen haben mich in den vergangenen Monaten beschäftigt und vieles verlangsamt. So manches musste einfach warten.

Im September wollte ich diese beiden Projekte nun endlich fertigstellen.

Das eine ist ein Leitfaden für die ersten Schritte in der Ahnenforschung. In fünf Schritten führt er vom bereits vorhandenen Familienwissen über Gespräche mit Verwandten und die erste Ahnentafel bis hin zu den ersten Rechercheschritten.

Das andere ist mein Naturkalender „Durch das Jahr mit der Natur“. Er orientiert sich nicht an den vier bekannten Jahreszeiten, sondern an zehn phänologischen Jahreszeiten. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein festes Datum, sondern das, was draußen tatsächlich passiert. Dazu gibt es jeweils einen kleinen Schreibimpuls.

Gerade beim Naturkalender passt das ziemlich gut zu meinem Monatsthema „Vom Versuch zu entschleunigen“. Denn die Idee dahinter ist ja genau, nicht nur auf den Kalender zu schauen, sondern nach draußen und darauf, was sich in der Natur gerade verändert.

Vielleicht war auch der Freebie Summit von Linda Kunze ein kleiner zusätzlicher Motivator. Mein Naturkalender nimmt daran teil. Also gab es plötzlich einen konkreten Termin, auf den ich hinarbeiten konnte.

Meine Über-mich-Seite bekommt eine neue Richtung

Auch meine Über-mich-Seite ist im September auf meiner Runter-von-der-To-do-Liste gelandet. Der Grund ist eigentlich naheliegend: Ich richte meinen Blog gerade thematisch neu aus und möchte mich dabei von der bisherigen starken Ausrichtung auf Ahnenforschung lösen.

Die neue Richtung zeichnet sich für mich inzwischen deutlicher ab: Entschleunigen · Bewusster leben · Naturverbunden. Das soll sich natürlich auch auf meiner Über-mich-Seite widerspiegeln. Deshalb überarbeite ich sie nicht nur an einzelnen Stellen, sondern eigentlich komplett: Inhalt, Aufbau und Schwerpunkt.

Fertig bin ich damit allerdings noch nicht. Ich merke gerade, dass es gar nicht so einfach ist, herauszufinden, was genau auf diese neue Seite gehört und wie ich meinen Weg dorthin erzählen möchte. Daran arbeite ich noch.

Vielleicht ist das ganz passend für diesen Monat: Nicht alles muss schon fertig sein. Manche Dinge dürfen sich langsam entwickeln.

Erste Erkenntnisse meiner Umfrage

Meine Umfrage zum Wissen früherer Generationen läuft noch bis zum 30.September 2026. Bisher haben 6 Menschen teilgenommen. Meine ursprüngliche Hypothese scheint sich dabei erstaunlich genau zu bestätigen.

Eine erste Zahl hat mich schon überrascht: 6 von 6 Befragten wünschen sich mehr Wissen über alte Hausmittel, angewendet wird es bisher nur von 1 von 6.

Was genau steckt hinter diesem Wunsch? Eine Teilnehmerin schrieb:

Unbedingt die Heil- und Hausmittel, Pflanzen- und Naturwissen, auch die Herstellung von Waschmitteln etc. aus natürlichen Zutaten und Pflanzen. Man weiss ja nie.

Man weiß ja nie.

Dieser Satz ist mir beim Auswerten hängen geblieben. Vielleicht, weil darin mehr steckt als der Wunsch nach ein paar alten Rezepten. Es geht um Wissen, das unabhängig macht: über Pflanzen, über natürliche Zutaten, über Dinge, die man selbst herstellen oder anwenden kann.

Vielleicht ist mir der Satz aber auch deshalb hängen geblieben, weil sich die Welt um uns herum gerade unsicherer anfühlt.

Die Umfrage läuft noch ein paar Tage. Ich bin gespannt, ob sich dieses erste Bild noch verändert.

Gedanken aus dem September

Stirbt mein Blog gerade?

Eine Sache hat mich im September ziemlich beschäftigt: Meine Blogzahlen sind rapide gesunken. Wahrscheinlich hängt das (wieder mal) mit einem neuen Google-Update zusammen. Technisch konnte zumindest kein Fehler festgestellt werden.

Aber natürlich kommt da trotzdem die Frage auf: Stirbt mein Blog gerade?

Vielleicht sollte ich mich davon aber gar nicht so sehr beeinflussen lassen. Schließlich stecke ich gerade mitten in einem Themenwechsel. Ich kann nicht gleichzeitig meinen Blog in eine neue Richtung entwickeln und erwarten, dass alles andere unverändert bleibt. Aber bei einem Abfall von über 100 Besuchern auf 0-1 Besucher(n) täglich kann man sich die Frage schon mal stellen.

Warum habe ich 14 Jahre kein Yoga gemacht?

Eine andere Erkenntnis war viel angenehmer: Ich habe in diesem Monat wieder mit Yoga angefangen. Und dabei gemerkt, wie gut mir das eigentlich tut.

Was mich fast mehr beschäftigt als das Yoga selbst, ist die Frage: Warum habe ich 14 Jahre gebraucht, um wieder damit anzufangen?

Manchmal frage ich mich, warum wir Dinge, von denen wir eigentlich wissen, dass sie uns guttun, so lange aus unserem Alltag verschwinden lassen.

Etwas wagen

Ein Zitat nehme ich aus diesem Monat mit:

„Etwas zu wagen bedeutet, vorübergehend den festen Halt zu verlieren. Nichts zu wagen bedeutet, sich selbst zu verlieren.“

Søren Kierkegaard

Was ich im September 2026 gebloggt habe

Ausblick auf den Oktober

  • Ich werde wieder regelmäßig Pins für Pinterest erstellen
  • Nach der Über-Mich-Seite überarbeite ich auch die Startseite, was längst überfällig ist
  • Gerade werte ich die Ergebnisse meiner Umfrage aus. Den Artikel dazu veröffentliche ich wahrscheinlich in der zweiten Oktoberwoche

Von Tina Baier

ÜBER TINA BAIER: Geschichten finden sich überall: in alten Aufzeichnungen, in der Natur und in den kleinen Momenten des Alltags. Auf diesem Blog geht es um Familiengeschichten, achtsames Leben und die vielen Spuren, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Mehr über mich erfährst du hier.

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